| Die Detecon Al Saudia Co. Ltd. (DETASAD) hat im Jahr 2010 in Riyadh ein Zeichen gesetzt. Sie hat ein Rechenzentrum in Betrieb genommen, das nach deutschen Standards errichtet wurde und in der Region viel Beachtung gefunden hat.
Als eine Tochtergesellschaft der DETECON International in Bonn wurde DETASAD im Jahr 1982 in Riyadh gegründet, mit dem Fokus auf Dienstleistungserbringung in der Informations- und Telekommunikationsbranche. Die Planung und der Bau des neuen Rechenzentrums in Riyadh hatten zum Ziel, DETASADs Kunden ein hochverfügbares und sicheres Rechenzentrum anzubieten. Dies sollte durch eine Zertifizierung der TÜV Informationstechnik untermauert werden.
Derzeit gibt es weltweit zwei Zertifizierungsansätze: „Trusted Site Infrastructure (TSI)“ der TÜV Informationstechnik und die „Tier-Zertifizierung“ des Uptime Instituts in den USA. Für DETASAD war ausschlaggebend, dass die Überprüfung vollumfänglich erfolgt. In die Bewertung flossen ein: die Standortwahl, die Baukonstruktion, der Brandschutz und die Sicherheitstechnik, die Energie- und Kälteversorgung, sowie die Betreuung der technischen Gebäudeausrüstung. Den Uptime-Ansatz empfand DETASAD als nicht umfassend genug, da er nur die Versorgungstechnik und die Betreuung der Anlagen bewertet. Ein weiterer Aspekt für die Entscheidung der TSI-Zertifizierung war, dass der Prüfkatalog des Uptime Instituts nicht veröffentlicht ist.
Innerhalb von acht Monaten ist die Prüfung nach Sichtung von 200 Plänen, Schemata, Beschreibungen und Datenblättern sowie einer zweitägigen Inspektion vor Ort abgeschlossen worden.
Am 27. November 2011 wurde dann das zweite Zeichen gesetzt: DETASAD erhielt als erstes Rechenzentrum im mittleren Osten ein TSI-Zertifikat Level3 und somit die zweithöchste Qualitätsstufe. Antonius Sommer (Geschäftsführer TÜViT) überreichte das Zertifikat an den Geschäftsführer der DETASAD, Gerhard Jung, im Rahmen einer Festveranstaltung mit Gästen aus Politik und Industrie im Al Faisaliah Tower in Riyadh, Saudi Arabien.
Der deutsche Ansatz fand viel Anklang in der Region und lässt annehmen, dass zukünftig auch andere Unternehmen dem Beispiel von DETASAD folgen. Foto v.l..: Antonius Sommer, Gerhard Jung |